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Einleitung

In den deutschen Rechtswissenschaften hat sich Open Access noch nicht durchgesetzt und die Bereitschaft, Article Processing Charges (APCs) zu zahlen, besteht kaum. Zudem haben sich als OA-Publikationsplattformen Blogformate etabliert,1 die zum einen wissenschaftliche Qualität sicherstellen, aber auch auf die schnelle Publikation von Artikeln setzen. Damit wurde rechtswissenschaftlichen Blogs ein Diamond-OA-Modell sozusagen in die Wiege gelegt.

In Deutschland wird die gebührenfreie Finanzierung von wissenschaftsgeleiteten OA-Publikationen, auch Diamond OA (DOA) genannt, zunehmend thematisiert und auch auf europäischer und internationaler Eben gefordert.2

Neben bereits bestehenden Finanzierungsquellen des Verfassungsblogs, wie Spenden und institutionelle Unterstützung von Partnereinrichtungen wurde daher die Konsortialfinanzierung durch Bibliotheken frühzeitig als nachhaltiges und vertrauenswürdiges Finanzierungskonzept identifiziert.

Neben Forderungen von DOA bringt die kooperative Finanzierung von Open Access auch praktische Vorteile. Konsortialführer sind mit den Einrichtungen in Kontakt, beantworten Fragen, erinnern die Einrichtungen an die Mitgliedschaftserneuerung und betreuen die Unterzeichnung der Vereinbarungen. Darüber hinaus wird die Reichweite erhöht, wenn Bibliotheken, die an dem Konsortium teilnehmen, über das Mitgliedschaftsmodell des Verlags informiert werden.

Die Toolbox Konsortialfinanzierung stellt das Finanzierungsmodell des Verfassungsblogs und dessen Entwicklung vor, berichtet von Erfahrungen, gibt Tipps und stellt Vorlagen für Verträge, Formulierungen und Tabellen zur Verfügung. Insbesondere im DOA-Bereich ist die Publikationslandschaft sehr heterogen und vielfältig, daher kann die Toolbox keine Schritt-für-Schritt-Anleitung für alle Publikationen sein, die ein DOA-Finanzierungsmodell aufbauen wollen, allerdings bietet die Toolbox viele Nutzungsmöglichkeiten und Informationen für Interessierte und praktische Hilfen für den Einstieg.


  1. Open Access in der Rechtswissenschaft, in: RBD (Recht Bibliothek Dokumentation) 48 (2018), S. 87 – 92 (6 Seiten)↩︎

  2. Die UNESCO initiierte 2024 die Global Diamond Open Access Alliance. Auf europäischer Ebene sprach sich 2023 der Rat der Europäischen Union für eine Förderung von Diamond Open Access aus (Rat der Europäischen Union, 2023).↩︎