Verfassungsbooks Neben den Blogbeiträgen veröffentlicht der Verfassungsblog seit 2023 auch Sammelbände, die aus ausgewählten Online-Symposien hervorgehen. Diese Verfassungsbooks werden Open Access als digitale Version auf der Website bereitgestellt und sind zusätzlich über einen Print-on-Demand-Dienstleister im deutschen Buchhandel gedruckt erhältlich. Für die Veröffentlichung als Verfassungsbook entstehen Arbeitsaufwände, beispielsweise für Satz und Layout, Lektorat, Covergestaltung, etc. Ähnlich wie oben beschrieben, muss ermittelt werden, wie viel Arbeitszeit diese Schritte in Anspruch nehmen und, basierend darauf, was die Kosten pro Einheit, d.h. für einen Sammelband sind. Während die Arbeitsabläufe für die Blogposts weitgehend etabliert sind, verändern sich die Prozesse und Verantwortlichkeiten für die Verfassungsbooks nach wie vor – durch technische Entwicklungen ebenso wie durch personelle Veränderungen und strategische Entscheidungen. Daher sind, wie bereits oben beschrieben, die Kosten pro Einheit kein feststehender Wert, sondern müssen fortlaufend angepasst werden. Insbesondere wenn Arbeitsabläufe fortlaufend angepasst werden kann es sinnvoll sein, mit Ist- und Soll-Werten zu arbeiten. Mit den ermittelten Kosten pro Buch ist der Finanzierungsbedarf klar definiert. Ein Teil dieser Kosten kann grundsätzlich auch über den Verkauf von Print-Exemplaren gedeckt werden. Für den Verfassungsblog stellen Erlöse aus den Verkäufen der Print-Exemplare keinen relevanten Faktor in der Finanzierung dar, da ein Großteil des Verkaufspreises beim Print-on-Demand-Dienstleister verbleibt und die Verkaufspreise bewusst niedrig angesetzt sind. Der Großteil der bisher veröffentlichten Verfassungsbooks wurde über BPCs finanziert. Dabei organisieren die Herausgeber*innen der Sammelbände entsprechende Mittel, beispielsweise aus Forschungsprojekten oder Open-Access-Fonds der Universitätsbibliotheken. Der Verfassungsblog steht dabei selbstverständlich unterstützend zur Seite. Der Verfassungsblog ist sich jedoch der exkludierenden Wirkung von BPCs bewusst und strebt an, mittelfristig nicht nur die Blogposts, sondern auch die Sammelbände Diamond Open Access zu veröffentlichen – also für Leser*innen, Herausgeber*innen und Autor*innen kostenfrei. Damit sollen Wissenschaftler*innen unabhängig von ihrer institutionellen Anbindung und Drittmittelausstattung die Möglichkeit haben, die für den wissenschaftlichen Diskurs und die Öffentlichkeit relevantesten und dringlichsten Themen in Online-Symposien und den anschließenden Verfassungsbooks zu veröffentlichen. Für diesen Schritt versucht der Verfassungsblog im Rahmen von (Forschungs-)Projekten Mittel für die Verfassungsbooks einzuwerben. Das kann beispielsweise im Rahmen von Forschungsprojekten sein, wo das Themengebiet für die darunter finanzierten Bücher durch den Forschungsschwerpunkt festgelegt ist, aber auch thematisch offene Projektförderung durch Institutionen, die Diamond Open Access Publikationen fördern. Eine weitere Finanzierungsquelle für einzelne Verfassungsbooks ist das Open Book Collective, über das wissenschaftliche Bibliotheken durch Abo-Modelle Open Access Verlage finanziell unterstützen können.