# Kommunikation und Marketing

Da sich die Finanzierung über DOA bislang noch nicht flächendeckend als etabliertes Modell wissenschaftlicher Finanzierung etabliert hat, kommt dem direkten Austausch mit den zuständigen Ansprechpersonen in den Einrichtungen besondere Bedeutung zu. Der persönliche Kontakt ermöglicht es, das Modell und seine Funktionsweise verständlich zu vermitteln, Fragen und Vorbehalte frühzeitig aufzugreifen und die spezifischen Bedarfe der Einrichtungen besser zu verstehen.

Für die Kommunikationsstrategie des Verfassungsblogs werden drei zentrale Zielgruppen unterschieden:

**Fördereinrichtungen bzw. (potenziell) finanzierende Einrichtungen**, insbesondere wissenschaftliche Bibliotheken und andere Einrichtungen, die sich über Konsortien oder Fördermodelle an der Finanzierung von Open Access beteiligen. Im Fokus stehen die Funktionsweise des DOA-Modells, konkrete Beteiligungsmöglichkeiten und der Mehrwert einer Finanzierung.

**Autor\*innen des Verfassungsblogs bzw. Forschende an den Einrichtungen.** Diese Zielgruppe ist für die Sichtbarkeit und Akzeptanz des Modells innerhalb der affiliierten Einrichtungen relevant. Eine transparente Kommunikation darüber, wie DOA die Publikation und Rezeption wissenschaftlicher Beiträge unterstützt und welche Rolle die Einrichtungen dabei spielen, soll das Modell bei Forschenden und ihren Einrichtungen bekannter machen und seine Bedeutung für die wissenschaftliche Kommunikation vermitteln.

**OA-Community und allgemeine Öffentlichkeit.** Diese Zielgruppe umfasst Akteur\*innen aus der Open-Access-Community ebenso wie interessierte Leser\*innen außerhalb des engeren Fachpublikums. Im Mittelpunkt stehen die Bedeutung von Open Access, die Besonderheiten des DOA-Modells sowie dessen Beitrag zu einer nachhaltigen und gemeinschaftlich getragenen Finanzierung wissenschaftlicher Publikationen.

# Fördereinrichtungen

Bei der DOA-Finanzierung findet eine Verschiebung der Finanzierungsentscheidung von den Forschenden hin zu den Bibliotheken statt. Beim Gold-OA-Publizieren mit APCs/BPCs entscheiden die Forschenden, wo sie publizieren, und die Bibliotheken verwalten Publikationsfonds nach festgelegten Kriterien. Einflussnahme erfolgt zwar über die genannten Förderkriterien, wie beispielsweise eine Förderhöchstgrenze, bleiben dabei aber begrenzt. Im Gegensatz dazu existieren bei der DOA-Finanzierung noch keine oder kaum formalen Kriterien. Ob ein DOA-Publikationsprojekt gefördert wird oder nicht, hängt von den Prozessen in der Bibliothek ab. Daher ist die Kommunikation des Konsortialmodells an die fördernden Einrichtungen, v.a. Wissenschaftliche Bibliotheken zentral. Beim Verfassungsblog wurden verschiedene Strategien entwickelt, um diese Zielgruppe zu erreichen.

*Direkte E-Mail-Kontakte*

Direkte Kommunikation erfolgt insbesondere durch E-Mail-Kontakte. Darin werden die Bibliotheken allgemein über den Verfassungsblog, die Services und Dienstleistungen, die Vorteile, die sich durch eine Finanzierung ergeben würden, und das Publikationsaufkommen der Einrichtung informiert.*[E-Mail-Vorlage](https://toolbox.verfassungsblog.de/books/vorlagen/page/e-mail-vorlagen)*

*Informationsmaterial*

Um die Einrichtungen übersichtlich und ansprechend über die Dienstleistungen und das Finanzierungsmodell des Verfassungsblogs zu informieren, wurde ein Flyer entworfen. Dieser wurde den Einrichtungen auch mit der E-Mail als Anhang weitergeleitet.

*[Anlage Flyer](https://toolbox.verfassungsblog.de/books/vorlagen/page/flyer)*

*Contributors Board Meeting*

Das Contributors Board Meeting findet einmal jährlich für fördernde Einrichtungen statt. Der Ablauf wurde während der Projektlaufzeit angepasst. Zu Beginn lag der Schwerpunkt auf der Bereitstellung von ausführlichen Informationen zur Finanzierung, den Einnahmen und Ausgaben sowie den verschiedenen Projekten und Tätigkeiten beim Verfassungsblog. Es war damit vornehmlich eine Berichterstattung, die für Transparenz sorgen sollte. Im Jahr 2025 wurde der Ablauf leicht angepasst, um die Anzahl der TeilnehmerInnen zu erhöhen. Zu Beginn der Veranstaltung war ein inhaltlicher Input vorgesehen, der den finanzierenden Einrichtungen einen vertieften Einblick in die redaktionelle Arbeit des Verfassungsblogs sowie in damit verbundene strategische und organisatorische Prozesse geben sollte. Anschließend folgte eine Berichterstattung, die bewusst stärker als Austausch angelegt war und die Anmerkungen der Anwesenden gezielt einbezog.

Diese Anpassungen orientierten sich an dem Ziel, die Veranstaltung stärker als Raum für Community-Building zu gestalten. Davon profitieren beide Seiten durch die Möglichkeit zum Austausch; zugleich kann der Anreiz für fördernde Einrichtungen steigen, sich als aktive Teilnehmende zu verstehen.

# Autor*innen beim Verfassungsblog, bzw. Forschende in den Einrichtungen

Um diesen Prozess zu unterstützen, wurden AutorInnen des Verfassungsblogs in die Kommunikationsstrategie mit einbezogen. Universitätsbibliotheken sind angebunden an Universitäten und bieten im Kontext von Open Access, Dienstleistungen für Forschende der Einrichtung an. Der Austausch zwischen den Universitätsbibliotheken und Forschenden wird beim Gold-OA-Modell durch die Zahlung von APCs oder BPCs hergestellt. Beim DOA-Geschäftsmodell findet dieser Austausch nicht unbedingt statt, aber die Rückmeldungen von AutorInnen sind für Bibliotheken überaus wichtig, um auch ihre Finanzierungsentscheidungen zu rechtfertigen. Statt eines Publikationsbeitrags wurden daher AutorInnen gebeten, ihre Einrichtungen über den Verfassungsblog und die Möglichkeit einer Finanzierungsbeteiligung zu informieren. Um allerdings den Aufwand für die AutorInnen gering zu halten, wurden nur diejenigen in einer Mail angeschrieben, deren Einrichtungen den Verfassungsblog noch nicht unterstützen, und es wurde eine Kontaktadresse der Bibliothek mit genannt.

*[E-Mail-Vorlage](https://toolbox.verfassungsblog.de/books/vorlagen/page/e-mail-vorlagen)*

# OA-Community / Allgemeine Öffentlichkeit

Auf der **Webseite** des Verfassungsblogs können sich Einrichtungen gezielt über das Open-Access- und Mitgliedschaftsmodell informieren. Die Zielgruppe sind daher nicht primär die AutorInnen des Verfassungsblogs und entsprechend sind die Begriffe und Formulierungen an bibliothekarische Anforderungen angepasst. Neben einer Open-Access-Policy informiert der Verfassungsblog dort über Themen wie Lizenzierung, Langzeitarchivierung, Metadaten und das Finanzierungs- und Mitgliedschaftsmodell.

Im OA-Bereich der Verfassungsblogwebseite wurden zusätzlich [**inhaltliche Beiträge**](https://verfassungsblog.de/open-access-en/) zu OA-Themen und Fortschritten des Verfassungsblogs veröffentlicht. Auch kritische Themen wie die Entfernung des Verfassungsblogs aus dem Directory auf Open Access Journals wurden dort behandelt und auch in einem [Editorial-Beitrag](https://verfassungsblog.de/diese-wissenschaftspublikation-ist-fur-sie-kostenlos/) thematisiert.

Über die **Social-Media-Kanäle** des Verfassungsblogs (Bluesky, Mastodon, LinkedIn) wurde regelmäßig auch zu den Open-Access-Themen des Verfassungsblogs informiert, beispielsweise zum Stand der Konsortialfinanzierung.

Auf **Tagungen** und in verschiedenen **Arbeitsgruppen** sind Mitarbeiter\*innen des Verfassungsblogs präsent, um das Konzept und die Arbeit der Redaktion auch für die OA-Community sichtbar zu machen und verständlich zu kommunizieren. In Fachbeiträgen wurden u.a. die Forschungsprojekte ELADOAH, OZOR und OpCon vorgestellt und deren Projektziele und –ergebnisse. Dadurch ist der Verfassungsblog nicht nur als DOA-Publikationsprojekt präsent, sondern auch in die Entwicklung von DOA-Finanzierungskonzepten und deren Ausgestaltung involviert.

Um als DOA-Publikation sichtbar und auffindbar zu sein gewinnen zunehmend **Nachweissysteme** an Bedeutung. Seit 2026 ist der Verfassungsblog im Registry des [European Diamond Capacity Hub](https://edch.eu/) und im [Directory of Open Access Books](https://www.doabooks.org/) nachgewiesen.